Der neue Goetheturm

Das Wahrzeichen im Stadtwald wird in originalgetreuer Form wieder aufgebaut. Optisch wird sich der neue Turm kaum vom historischen Vorbild unterscheiden. Für den 43 Meter hohen Turm wird aus Gründen der Haltbarkeit allerdings anderes Holz verwendet. Wurden 1931 rund 340 Kubikmeter Kiefer-, Buchen- und Eichenholz aus dem Stadtwald verbaut, besteht der neue Turm aus Edelkastanie aus Südfrankreich und Nordspanien sowie aus Eiche aus dem Schwarzwald. Die Haupttragkonstruktion besteht aus Brettschichtholz aus Edelkastanie, Treppenstufen und Treppenpodeste werden aus Eichenholz gefertigt.

Nach Abschluss der Arbeiten an den Außenanlagen kann der neue Goetheturm voraussichtlich im Herbst 2020 wiedereröffnet werden. Eine große Eröffnungsfeier ist in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auflagen leider nicht möglich. Sie soll im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Der Goetheturm von 1931 wurde im Oktober 2017 durch Brandstiftung zerstört. Die Abmessungen des neuen Aussichtsturms entsprechen exakt dem historischen Vorbild. Allerdings wird der neue Turm heller wirken, da das Holz nicht mehr wie früher mit Teeröl behandelt wird. Die Haupttragkonstruktion besteht aus rund 72 Tonnen Edelkastanie. Treppenstufen und -podeste wurden aus rund 24 Tonnen Eichenholz gefertigt. Darüber hinaus wurden rund 35 Tonnen Stahl verbaut. Dadurch lässt sich das Bauwerk besser instand halten und in Zukunft leichter sanieren.

Goetheturm: Kran stapelt Segmente - Copyright: Michael Faust, Stadt Frankfurt am Main
Goetheturm: Kran stapelt Segmente – Copyright: Michael Faust, Stadt Frankfurt am Main

Höhe des Turms: 43,3 Meter
Grundfläche: 9 mal 9 Meter
Kosten des Wiederaufbaus: ca. 2,4 Millionen Euro
Baumaterial:
120 Kubikmeter (ca. 72 Tonnen) Brettschichtholz aus Edelkastanie (48
Rundstützen, Streben, Riegel)
30 Kubikmeter (ca. 24 Tonnen) Eiche (Treppenstufen, Podestbelag, Geländer)
35 Tonnen Stahl (Treppenunterkonstruktion, Verbindungsteile)